Das Drama um einen C 180 T – 6. und letzter Teil

Teil 5

In der darauffolgenden Woche schaffe ich es gesundheits- und terminbedingt erst am Mittwoch, das Auto nochmals vorzuführen. Diesmal fahre ich zu der anderen Prüfstelle, aber nur, weil der Werkstattinhaber sie mir ebenfalls empfohlen hat. Das ginge viel schneller meinte er, und ich solle dem TÜV-Ingenieur einfach ausrichten, er selbst habe das Auto repariert. Aha, so einfach ist das also. Warum bin ich da eigentlich nicht schon früher drauf gekommen?

Dort angekommen nimmt eine junge Dame am Empfang zuerst meinen Mängelbericht entgegen, um ihn prüfen zu lassen. Als sie zurück kehrt bedauert sie, das könne man bei einer so langen Mängelliste nicht machen. Ich solle besser direkt zur Dekra fahren und das Auto dort nochmal vorführen. Naja, einen Versuch wars wert. Ich bedanke mich, nehme meinen Mängelbericht wieder entgegen und ziehe von dannen.

Da ich keine Lust auf eine weitere Überraschung habe fahre ich erstmal zur Händlerwerkstatt und frage den Chef, ob ich das Auto so ohne Weiteres bei der Dekra vorführen kann. Klar meint er, es sei ja alles repariert bzw. getauscht worden. Na gut, dann wollen wir mal.

Ich düse also weiter zur nächsten Dekra-Prüfstelle. Dort sitzt ein ziemlich junger TÜV-Ingenieur, der entweder mit dem falschen Fuß aufgestanden oder einfach noch nicht ganz wach ist. Jedenfalls ist er ziemlich kurz angebunden, schafft es jedoch mich darauf hinzuweisen, dass ich die Prüfung auch dann bezahlen müsse, wenn er jetzt keine Plakette zuteilen kann. Diese Option hatte ich bis jetzt geflissentlich ignoriert, doch jetzt, wo es alles oder nichts heißt, bekomme ich ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Verstohlen wandert mein Blick zur Kennzeichenbeleuchtung und ich versuche zu erkennen, ob sie auch wirklich wieder funktioniert. Keine Chance, es ist einfach zu hell hier drin. Außerdem, jetzt ist es ohnehin egal. Entweder der Kübel bekommt heute die Plakette, oder eben nicht.

Daher gehe ich äußerlich wie innerlich einige Schritte auf Abstand und lasse den TÜV-Ingenieur seine Arbeit machen. Ich versuche, möglichst unbeteiligt zu wirken während ich – zumindest nach außen hin – diverse ausgehängte Brandschutz- und Notfallvorschriften studiere. Tatsächlich rasen meine Gedanken und ich lege mir gedanklich einen Notfallplan zurecht, nur für alle Fälle.
Jetzt gerade wäre es nicht sehr passend, wenn das Auto keine Plakette bekäme, ganz und gar nicht.

Ganz in Gedanken versunken bekomme ich zuerst gar nicht die Worte des Prüfers mit. Doch irgendetwas kriecht in mein Bewusstsein, ich meine zuerst, mich verhört zu haben. Daher drehe ich ich um und frage ihn, ob er gerade etwas gesagt hat.

„Alles repariert, Sie bekommen die Plakette.“

Erleichterung. Eine gefühlt tonnenschwere Last fällt von mir ab, als ich ihm dabei zusehe, wie er die rosafarbene Plakette mit der 17 in der Mitte hinten auf das Nummernschild klebt.

Ich bezahle noch meine Dreizehnfünfzig und nehme die Papiere in Empfang. Und auf der Heimfahrt stelle ich fest, dass ich eigentlich echt mal wieder über etwas anderes als ADHS und Geschlechterzeug bloggen könnte.

You´re welcome

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2 Gedanken zu “Das Drama um einen C 180 T – 6. und letzter Teil

  1. uff, damit hatte ich ja gar nicht mehr gerechnet………….. 🙂

    aber eines noch………….. nimm Deinen Mann nicht mehr mit zum Autokauf, sondern jemanden, der Autoverstand hat und nicht nur „Auuuuuutooooooooooo“ sieht. 😉 😆

    Ich hoffe, dass der Wagen jetzt durchhält!

    Ach ja, der Verkäufer……….. einfach nur *ohneWorte* 🙄 solche Menschen habe ich „gefressen“ !!

    Alles Gute

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