Das Drama um einen C 180 T – Teil 5

Teil 4

Direkt im Anschluss gehts weiter zur Werkstatt, wo ich mit dem Technikermeisterschrägstrichchef einen Termin für die kommende Woche vereinbare. Am Mittwoch Vormittag soll ich ihm das Auto hinstellen, damit er genug Zeit hat, sämtliche Mängel zu beheben. Außerdem informiere ich ihn darüber, dass es der Endtopf jetzt auch hinter sich hat.

Mir für diese beiden Tage extra Urlaub zu nehmen käst mich zwar an, ist jedoch nicht zu ändern. Also finde ich mich damit ab und beschließe, diesen Zwangsurlaub wenigstens so gut es geht zu genießen.

Eine Woche später ist es endlich so weit; Zwischenzeitlich musste ich den Endtopf abnehmen, da er gefährlich nah am Boden hing, und unterwegs verlieren wollte ich ihn dann auch nicht. In Gedanken entschuldigte ich mich jedes Mal bei meinen Nachbarn, wenn ich um kurz nach Mitternacht den Motor startete.

Den Einarmwischer, der zwischendurch klemmte, haben wir zum Glück selbst wieder flott bekommen, WD40 sei Dank. Bei Sauwetter ohne anständig funktionierenden Scheibenwischer zu fahren ist einfach Mist.

Ich übergebe also Schlüssel und Zulassung und der Chef sagt, er meldet sich bei mir, sobald das Auto fertig ist. Ich frage ihn, ob er eventuell das Auto auch gleich vorführen könnte, er meint klar, wenn ihm die Zeit noch reicht macht er das.

Donnerstag Nachmittag beschließe ich, in der Werkstatt anzurufen. Erwartungsgemäß ist das Auto noch nicht fertig, ich soll mich tags drauf nochmal melden. Natürlich hätte ich das Auto lieber heute als morgen wieder, aber stressen möchte ich die Jungs von der Werkstatt auch nicht. Also sage ich passt schon, hast ja noch Zeit.

Wie besprochen melde ich mich am Folgetag, die Schweißarbeiten sind soweit erledigt, aber fertig ist das Auto immer noch nicht. Ich freunde mich sicherheitshalber schon mal mit dem Gedanken an, das Auto für die Nachprüfung selbst vorführen zu müssen.

Und so ist es dann auch, am Samstag um 14 Uhr rufe ich in der Werkstatt ein letztes Mal an, und wie ich erfahre, ist der Chef gerade von der Probefahrt zurück. Alles erledigt, ich kann das Auto abholen. Doch er ist nicht mehr lang dort und bietet freundlicherweise an, mich abzuholen damit ich nicht auch noch mit dem Bus in die Stadt fahren muss.
Dankend nehme ich sein Angebot an. Ich will endlich mein Auto wiederhaben.

Und als ich kurze Zeit später frierend [Sch***winter!!11einself] vor dem Haus stehe, fährt er tatsächlich in einem silbernen Mercedes Kombi vor. Kerl steigt vorne ein; er fährt mit, weil wir später noch einkaufen wollen.

Der Werkstattinhaber meint, er hätte dieses Auto an unserer Stelle nicht gekauft. Hätten wir auch nicht, wenn wir über den katastrophalen Zustand des KFZ vorher Bescheid gewusst hätten.
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Ich werfe ein, dass ich das Auto eigentlich überhaupt nicht haben wollte, dass der Verkäufer jedoch nicht locker ließ und mir das Auto regelrecht aufgeschwatzt hat.
Daraufhin erzählt er, unser Verkäufer habe es geschafft, selbst ihm ein Auto aufzuschwatzen. Eins mit kaputten Stoßdämpfern, die zu tauschen ihn ein kleines Vermögen kosten wird. Was ihn in meinen Augen direkt noch sympathischer macht, weil ich mich deshalb gleich ein bisschen weniger bescheuert fühle.

In der Werkstatt angekommen übergebe ich die vereinbarte Summe und nehme meinen Autoschlüssel entgegen. Endlich.

Für den nächsten Autokauf rät der Technikermeisterschrägstrichchef uns, das Auto zuerst bei ihm vorbeizubringen, um es begutachten zu lassen. Ich bedanke mich für das Angebot, jedoch ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass ich bei diesem Autohändler so schnell nochmal ein Auto kaufe.

[Fortsetzung folgt]

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