Blind Guardian 1.5.2015 Liederhalle Stuttgart – Teil 1

Sechs Monate habe ich auf diesen Tag hingefiebert. Die Karten waren im November schon bestellt worden, wo sie geduldig im Regal zwischen Matrix- und Star Trek Box auf ihren Einsatz warteten.
Also machten wir, sprich der Vater meiner Kinder, der selbst bereits sein halbes Leben ein Blind Guardian Fan ist, und ich uns gestern am späten Nachmittag auf den Weg nach Stuttgart, um Hansi, Marcus, André und Frederik endlich live zu sehen. Er wieder, ich zum ersten Mal überhaupt.

Die Anfahrt gestaltete sich relativ schwierig, in Städten die mir nicht vertraut sind bin ich am Steuer eine ziemliche Katastrophe. Doch in weiser Voraussicht hatte ich mehr als genug Zeit eingeplant, einfach weil ich weiß, wie ich diesbezüglich ticke.

Daher waren wir trotz zweimaligem Verfransen [durch einen Fehler meinerseits] eine halbe Stunde vor Einlass dort und konnten uns gemütlich in die Schlange der Wartenden einreihen. Lustigerweise war ich dann doch nicht mehr so nervös wie ich befürchtet hatte; Auch die Menschenmenge nahm ich zuerst nicht wirklich als unangenehm wahr. Rückblickend waren das wohl die Endorphine.

Als gegen 19 Uhr die Pforten öffneten, kamen wir relativ flott in die Eingangshalle, wo wir uns gleich in Richtung des Merchandise-Stands bewegten, um jeweils ein Tour-Shirt zu erwerben. Er kaufte sich ein Longsleeve, ich mir nach einigem Überlegen ein Tank-Top. Sehr geil. Eigentlich wollte ich ja noch ein Poster, aber irgendwie war ich wohl abgelenkt…

Wir holten uns noch etwas zu trinken und suchten unsere Plätze. Jawohl, wir hatten Platzkarten, für Sitzplätze, ja ihr lest richtig: Sitzplätze bei einem Heavy Metal Konzert. Ich wusste vor sechs Monaten schon, dass ich mich ganz gewiss NICHT in eine solche Menschenmenge würde werfen wollen, aus diesem Grund bestellte ich zwei Sitzplatzkarten.

Wenn jemand [so wie ich] keine oder nur sehr selten Überraschungen mag, dann schaut man sich auf der Website der Location – natürlich – auch erst einmal den Sitzplan an, bevor man überhaupt auch nur daran denkt, das Gebäude zu betreten. Daher wusste ich vorher schon, dass wir in der dritten Reihe der Empore ziemlich weit rechts sitzen würden. Und als wir den Beethovensaal betraten und ich sah, wie klein er eigentlich ist, freute ich mich schon ein bisschen darauf, trotz den Plätzen so weit hinten im Saal eine ziemlich gute Sicht auf die Bühne und das dortige Geschehen zu haben.

Pünktlich um 20 Uhr startete die Vorband „Orphaned Land“ aus Israel. Ich muss gestehen, ich wusste nicht was mich erwartet, denn ich hatte mich nicht wirklich im Vorfeld über die Band informiert. Was vielleicht im Hinblick auf den „Aha?“ Effekt nicht unbedingt das Verkehrteste war. Natürlich tanzte und klatschte das Auditorium fleissig mit, doch mit deren Texten waren die Blind Guardian Fans nicht wirklich vertraut.
Sänger Kobi Farhi richtete im Laufe des Auftrittes einige Worte an die Zuhörerschaft und sorgte damit für eine ganze Reihe Lacher; Der erste kam gleich zu Beginn: „Despite what you might think: Ich bin nicht Jesus.“
Tatsächlich stand der Frontman von Orphaned Land barfuß und im Kaftan auf der Bühne.

Alles in allem legten die fünf Jungs eine großartige Performance hin. Meine persönliche Meinung: Metal in Kombination mit orientalischen Klängen ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber dennoch etwas, womit ich mich auf Dauer definitiv anfreunden könnte. Dafür sorgt nicht zuletzt Kobi mit seiner großartigen Stimme.
Spätestens nach der Ansprache des Sängers, im Zuge derer das Publikum über den musikalischen Auftrag der Band aufgeklärt wurde, nämlich Christen, Moslems, Juden, Araber und Israelis vor der Bühne zu vereinen war das Eis, sofern es überhaupt vorhanden gewesen sein sollte, gebrochen und die Menge tanzte und sang beim letzten Song tatsächlich mit, was das Zeug hielt.

Nach dem Auftritt von Orphaned Land wurde erst mal umgebaut, so dass der geneigte Zuhörer  noch auf ein Meet & Greet nach draußen zum Merchandise Stand gehen konnte, um die Jungs persönlich kennen zu lernen und sich das eine oder andere Autogramm abzuholen.

So, jetzt muss ich unterbrechen. Den Rest gibts morgen, ich mag den genialen Auftritt von Blind Guardian jetzt nicht so auf die Schnelle hinschludern. War doch – so sehr ich die Show auch genossen habe – ein ziemlich anstrengender Spaß.

[EDIT] Hier gehts zu Teil 2 [/EDIT]

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