Archiv für den Monat August 2014

Ferienbetreuung im Hort der Waldorfschule

Sommerferien sind doof, irgendwie. Klar, schön für die Kids, weil ausschlafen und viiiiel Zeit zum spielen, aber für meinen Geschmack viel zu lang. Als arbeitende Eltern hat man nicht sechs sondern zwei, mit viel Glück vielleicht drei Wochen Urlaub im Sommer. So, und was ist mit den restlichen dreivier Wochen? Wer das Glück hat, eine Ferienbetreuung über den Schulhort beanspruchen zu können, hat an dieser Stelle keine Schwierigkeiten. Das haben wir jedoch nicht. Zumindest nicht diesen Sommer. Tochter wird im September erst eingeschult und Sohnis Schule ist eine Ganztagesschule, die keine Ferienbetreuung anbietet, da kein Hort benötigt wird.

Als mir einige Wochen vor Ferienbeginn ein Flyer des hiesigen Kinderschutzbundes in die Hände fiel, auf dem eine Ferienbetreuung angeboten wurde, meldete ich meine beiden – natürlich nach Rücksprache mit meinem Lieblingsmenschen – für jeweils eine Woche an. Bei einem Preis von 80 € pro Woche und Kind war leider nicht mehr drin. Die Betreuungszeiten waren für täglich 8:00 bis 17:00 Uhr angegeben, Essen und Trinken inbegriffen, lediglich einen Snack für vormittags müsse man mitgeben.

Im Urlaub früh aufstehen kann ich eigentlich nicht so leiden, aber es hilft ja net, also hieß es letzte Woche morgens um sieben Uhr raus aus den Federn, Kinder fertig machen und im Hort der Waldorfschule abliefern.

Ich muss sagen, dafür dass diese Schule relativ zentral liegt, haben die sich wirklich ein hübsches Inselchen eingerichtet. Ein mehrstöckiges Haus, gegenüber die Schule, ein schön bespielbarer Schulhof mit verschiedenen Geräten, eine eigene Turnhalle, der Hort hat eigentlich alles, was das Kinderherz begehrt. Ein großer Garten inklusive Baumhaus und ebenfalls verschiedene Geräte, im Inneren des Horts gibt es ein großes über Leitern erreichbares Spielhaus mit mehreren Räumen, ein grooooßes Sofa wo die Kinder sich ausruhen können, sollte jemals eines müde werden und natürlich gibt es massenweise Holz, mit dem die Kinder spielen und basteln können. Plastikspielsachen sucht man natürlich vergeblich; schließlich reden wir hier über eine Waldorfschule. Ich hab nichts anderes erwartet.

Lieblingsmensch musste mitkommen, da ich egoistischerweise nicht einsah, die ganze Woche morgens allein aufzustehen und alles selbst zu erledigen. Ich bin ein fieses Möp, ich weiß. 😀 Und by the way, die Kinder fandens toll.

Was haben die alles gemacht! Salzteig geknetet, Bilder gemalt [viele!], T-Shirts bemalt und bedruckt [mit Kartoffelstempel und  Textilfarben, glaub ich], sie haben mit Holz gebastelt und gebaut [täglich!] waren draußen [täglich], in der Turnhalle [täglich], Donnerstag ging es dann in den Fuxini Indoorspielplatz und Freitag durften sie sich einen Film ansehen [Despicable Me 2] und dazu Popcorn essen. Sprich, sie hatten alles in allem viiiiel Spaß.

Falls es uns nächstes Jahr finanziell reicht, möchte ich das gern wiederholen.

Leute, wo ist die Zeit hin?

.Viel ist passiert seit Töchterchens Abschlussfeier. 🙂

In aller Kürze, weil sonst wirds einfach zu lang.

Am vorvergangenen Samstag fand die feierliche Einweihung des neuen Schulhofes von Sohnis Schule statt. Es gab Kuchen [diesmal hab ich sogar zwei Kuchen gespendet 🙂 ], gegrillte Würstchen, eine „Strandbar“ inklusive alkoholfreier Cocktails für die Kinder, es wurde gespielt, gemalt, gebastelt und natürlich wild herumgetobt. Töchterchens Prinzessinnen-Outfit [immerhin hat sie diesmal auf die Ballerinas verzichtet und sich statt dessen Sandalen angezogen] hinderte sie natürlich nicht daran, so gänzlich un-Prinzessinnen-mäßig mit den anderen Kindern im Dreck herumzutoben, den steilen Hang an der hinteren Seite des Schulhofes [immerhin bis zur Hälfte 😉 ] hochzuklettern, um sich dann wieder ganz Prinzessin-like von Mama „retten“ zu lassen. 😀

Der Kuchen war lecker, ansonsten wars auch okay, für meinen Geschmack zu laut, aber zum Schluss raus, als sich der Schulhof langsam aber sicher zu leeren begann, wars dann doch noch ganz fein. Dann saß ich nämlich am Maltisch, wo man Seerosen anmalen und basteln konnte, und unterhielt mich sehr angenehm mit einer von Sohnis Lehrerinnen, während wir mit wechselnder Kinderbelegschaft Seerosen anmalten.

Sohni bekam letzte Woche sein erstes Zeugnis. Im Großen und Ganzen macht er sich sehr gut in der Schule, besser als ich noch vor einem Jahr zu hoffen wagte. Wie gut er wirklich in der Schule ist wurde mir dann diese Woche klar, als er die Urkunde für den notenstärksten Schüler seines Schuljahrganges plus Preis mit nach Hause brachte. 🙂

Letzte Woche hat Sohni außerdem nach einer absoluten Powerwoche [zusätzlich zur Ganztagesschule viermal Training, als Vorbereitung auf die Kup-Prüfung] am Freitag endlich grünes Licht von seinem Trainer bekommen und am Sonntag erfolgreich die 7. Kup-Prüfung absolviert. Er ist so stolz, dass er jetzt zu den Fortgeschrittenen 1 darf =) und ich bin soooo dankbar, dass wir diese Woche irgendwie überstanden haben, ohne uns gegenseitig zu zerfleischen.

Eine Torte hab ich diese Woche auch gemacht:

Hier die Draufsicht. Insgesamt schätzungsweise ~20h Arbeit, Gewicht grob geschätzt fünf Kilo plusminus ein halbes.
Hier die Draufsicht. Insgesamt schätzungsweise ~20h Arbeit, Gewicht grob geschätzt fünf Kilo plusminus ein halbes.
Ich mag die Farbgebung, und auch von der Form und den Proportionen ist dieser Panzer näher am Original als meine erste Panzertorte, die ich anlässlich des siebten Geburtstages von meinem Sohn gebacken hab.
Ich mag die Farbgebung, und auch von der Form und den Proportionen ist dieser Panzer näher am Original als meine erste Panzertorte, die ich anlässlich des siebten Geburtstages von meinem Sohn gebacken hab.
Hier die Front... ich hab ein bisschen mit meinem neuen Airbrush rumgespielt, aber alles in allem brauch ich dringend etwas Übung ;)
Hier die Front… ich hab ein bisschen mit meinem neuen Airbrush rumgespielt, aber alles in allem brauch ich dringend etwas Übung 😉
Ein Panzerkampfwagen VIII, auch bekannt als "Maus".
Ein Panzerkampfwagen VIII, auch bekannt als „Maus“.

Danach hieß es Tochter abholen, Torte übergeben, Lieblingsmensch abholen und alle zusammen dann zu Sohnis Schule fahren, wo im Zuge des vorletzten Betreuungstages in diesem Schuljahr ein Grillfest stattfand. Das war auch fein, hatte ich doch extra viel Hunger mitgebracht [naja, eigentlich hatte ich wegen der Tortenbastelei einfach keine Zeit zum essen 😉 ], und unterhalten hab ich mich auch gut. Ich mags in kleiner Runde einfach lieber.

Heute war der letzte Betreuungstag in diesem Schuljahr. Da eine der Lehrerinnen krank war, fragte man mich, ob ich eventuell als zweite Betreuungsperson zum Theater mitkommen könne? Ja klar konnte ich, weil rein zufällig hatte ich mir für den Rest der Woche Urlaub genommen. Das Stück hieß „Der Wolf und die kleinen Geißlein“ und es war erfrischend anders als das, was ich mir darunter vorgestellt hatte. Es war ein sehr schönes, modernes und musikalisch angehauchtes Theaterstück, das sich nicht umsonst „Familientheater“ nennt. Tochter hatte ich auch im Schlepp, denn das war Voraussetzung dafür, dass ich überhaupt mitgehen konnte, Kann das Kind ja schlecht stundenlang allein zuhause hocken lassen.

Und nachdem das  Töchterchen am Mittwoch so bitter enttäuscht darüber war, dass ihr Bruder einen Preis für seine schulischen Leistunden bekommen hatte und sie nichts, kam dann am Donnerstag doch noch eine Überraschung: Sie hatte vor Wochen mit Oma an einem Filly-Preisausschreiben teilgenommen, und ihr Name war tatsächlich einer von zehn, die für die Preisvergabe gezogen wurden. So bekam sie eine Filly-Überraschung in Form eines Filly-Strandtuches. Mei, was hat die sich gefreut!