Töchterchens Kita-Abschlussfest.

Seit Monaten haben die Vorschulkinder sich darauf vorbereitet, haben mehrmals die Woche ihren Auftritt geprobt, und die letzten zwei Wochen hat Töchterchen die Tage gezählt, bis es am vergangenen Freitag endlich so weit war: Die Kita-Abschiedsfeier fand statt.

Aus irgendwelchen Gründen fiel mir erst am Vortag ein, dass ich eigentlich noch ein Kleidchen kaufen könnte; schließlich feiert man so einen Kita-Abschied nur einmal im Leben. Noch kurz abgecheckt, was Töchterchen sich so vorstellt, aha, bunt solls sein, und Pailletten solls haben, mhm, ich schau mal, was der Einzelhandel so hergibt.

Also am nächsten Tag nach der Arbeit noch schnell die Kinder fertig gemacht und dann ab in die Stadt. Ich hasse es, in der Stadt einzukaufen, aber was tut Mama nicht alles für ihre lieben Kleinen. Halbe Stunde zu früh da, H&M macht erst um zehn auf. Naa toll. Hilft net, jetzt bin ich schon mal da, jetzt zieh ich das Ding auch durch. Also irgendwie eine halbe Stunde totschlagen, am Besten ohne dabei irgendwo im Stehen einzuschlafen.

Als um zehn dann endlich die Pforten öffnen und man mir Einlass gewährt, werde ich auch ziemlich schnell fündig. Ein Traum in rosa, mit Tüll und Blümchenpailletten. Gibts das auch in bunt? Nein? Naja, rosa ist ja auch „irgendwie“ bunt. Schon habe ich ein zweites Kleidchen erspäht, als mich ein spontaner Impuls noch in die Ecke mit den Accessoires [ver-]leitet. Dort sehe ich sie: Die Schühchen, die meine Tochter sich schon seit Monaten, achwas, Jahren wünscht. Ich hänge das zweite Kleid wieder an den Kleiderständer und nehme statt dessen in passender Größe ein Paar der farblich perfekt zum Kleid passenden, rosa-glitzernden-Hello-Kitty-Ballerinas.

Im Vorbeigehen noch Basecap für Sohni, Socken, Pflaster und MLP-Haarschmuck abgreifen, bezahlen und dann ab nach Hause. Keine Lust mehr, außerdem habe ich, weswegen ich herkam.

Zuhause angekommen der Blick auf die Uhr: reichts noch für ein Nickerchen? Naja, wird ein kurzes, aber: Es muss. So ganz ohne Vormittags-Nickerchen halte ich keinen ganzen Tag mehr durch. Noch schnell was essen, duschen, Stündchen schlafen, aufstehen, Tochter einsammeln, danach Sohni einsammeln, nochmal kurz heim, [wo der Papa meiner Kinder schon auf uns wartet], Tochter umziehen, und wieder alle ins Auto packen. Der gefühlt tausendste Blick auf die Uhr bringt Erleichterung: kurz nach zwei. Perfekt. Ich mag es wenn ein Plan funktioniert.

Als wir eintreffen, darf sich das Töchterchen auch  gleich in ihr Kostüm werfen. Im Saal angekommen sehe ich, dass schon alle guten Tische [damit meine ich die ganz vorn, von wo aus man etwas vom Auftritt der Kinder sieht] vergriffen sind; wie gut, dass einen davon meine Ma und ihr Partner in Beschlag genommen haben. Ich setze mich dazu, mein Lieblingsmensch ist – Überraschung! – auch schon da. Konnte wohl doch früher Feierabend machen, wie schön.

Sohni ist mit Papa schon wieder draußen, er mag nicht drin sitzen. Lieber geht er spielen. Ich setze mich derweilen hin und plaudere mit meiner Mutter.

Als um halb drei der Saal nahezu voll ist, legt die Kita-Leiterin mit dem Programm los. Alle Kinder marschieren ein und singen gemeinsam ein Lied. Danach verlassen die Kleinen wieder die Bühne und die großen, bereits kostümierten und geschminkten Kinder dürfen ihr Theaterstück vorführen.

Alle Kinder spielen ihre Rollen wirklich großartig. Sie lassen sich sogar von den anderen Kindern, die sich trotz Verbot direkt vor der Bühne aufhalten, die teilweise tanzen, lachen und winken, nicht im Geringsten aus der Bahn werfen. Sie alle sind absolut souverän, und zeigen durch die Bank eine grandiose schauspielerische Leistung. Wenn man bedenkt, was für Lampenfieber mein Kind am Vortag noch hatte, finde ich es erst recht beachtlich, dass sie kein einziges Mal patzt.

Nach dem Theaterstück werden die Schultüten verteilt, und da steht sie dann ganz stolz: mein kleines, großes Mädchen, noch im Kostüm, links und rechts ein Zöpfchen, und grinst wie ein Honigkuchenpferd.

Danach wird die Tochter erst mal umgezogen und die Löckchen befreit. Sie bastelt [Eselsmaske], malt, spielt, tobt, balanciert auf dem Seil und feiert mit der besten Freundin großes Wiedersehen. Naja, bald haben sie es geschafft. Dann ist das Töchterchen auch ein Schulkind, dann sehen sie sich wieder täglich. Ein Glück. War ein hartes Jahr, der Trennungsschmerz war groß. Was haben sie sich vermisst, die Mädels.

Nach dem ganzen Gefeiere helfen noch gaaanz viele beim Aufräumen, und rucki-zucki ist der Saal aufgeräumt, gefegt und die Stühle für den zweiten Auftritt, der am Montag stattfinden soll, aufgestellt.

Schee wars 🙂

Nun noch ein kleines Ratespiel: Wer weiß, was die Kinder vorgeführt haben?

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4 Gedanken zu “Töchterchens Kita-Abschlussfest.

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