Hurrah! Schwimmkurs!

Nun habe ich wider Erwarten doch noch einen Platz im Frühjahrs-Schwimmkurs für das Töchterchen bekommen. Juhu! Und nachdem sie nun ein ganzes Jahr darauf hatte warten müssen, weil ihr Bruder letztes Jahr einen Schwimmkurs absolvieren durfte und sie nicht, hibbelte sie schon seit Montag [an dem Tag hatte ich die Zusage erhalten] der ersten Trainingseinheit entgegen.

Gestern, am Freitag, war es endlich so weit. Nachdem ich sie vom Kindergarten abgeholt hatte, musste ich sie noch eine gute Stunde lang vertrösten, weil wir doch erst ihren Bruder reinlassen mussten, der eine Stunde später als wir von der Schule heimkommen würde.

Und dann, um viertel nach Drei, war es endlich so weit. Ich hatte mich informiert, wo das Schwimmbad genau ist und wie ich hinkomme [wer braucht schon ein Navi 😉 ] und da ich nicht komplett ortsunkundig bin, fand ich auf Anhieb hin. Wir waren etwas zu früh dort, und der andere Schwimmkurs war noch fleissig am Plantschen.

Das Töchterchen wurde so nervös, dass sie begann, im Kreis um mich herum zu laufen, was mich in Kombination mit den vielen anderen Leuten und dem Lärm den sie verursachten, bald enorm nervte. Ich bat sie, dies doch bitte zu unterlassen, und so ging sie einige Meter von mir weg, nur um dort mit ihrem „Kreis-Lauf“ weiter zu machen.

Während dessen kamen die restlichen Eltern plus Kurskinder hineingetröpfelt und die Kursleiterin war auch schon da. Sie erklärte den Eltern wie es ablaufen würde, die Kinder würden draußen die Schuhe und Socken ausziehen und dann mit der Schwimmlehrerin hineingehen, um sich dort ohne die störenden Eltern alleine umzuziehen.

Schuhe und Socken ausgezogen und ordentlich in einer Ecke verstaut, und dann war es so weit: Bepackt mit Rucksack bzw. Sporttasche ging es los, und irgendwie war das komisch, weil ich das Töchterchen bei allerlei Sportkursen doch immer zum Umziehen begleitet hatte. Wie sie da so ganz ohne Mama bei den anderen Kindern stand, fiel mir auf, dass ich sie, mein Rockzipfelkind, sehr mutig fand, weil sie einfach so mit der Schwimmlehrerin und den anderen Kindern mitging, ohne Maulen, ohne Tränen, ohne „Mamaa ich WILL aber!“ und das ganze wie eine Große einfach hinnahm.

Naja, sie hatte jetzt immerhin ein Jahr auf „ihren“ Schwimmkurs warten müssen. Und dass sie vor dem Wasser keine Angst mehr hat, wissen wir seit letztem Sommer. Da hatte sich mein einst so ängsliches Kind nämlich von einem Tag auf den anderen im Freibad in eine echte Wasserratte verwandelt.

Gestern sprach ich ziemlich lang mit der Kursleiterin, und als ich dann doch mal einen Blick durch die Scheibe warf, sah ich mein großes Mädchen, so ganz ohne Schwimmgürtel, dafür aber mit einer roten Schwimmnudel [die einzige Rote hatte sie sich natürlich unter den Nagel gerissen] die aus der Entfernung irgendwie rosa aussah, und musste schmunzeln. So ist sie eben, immer müssen es Mädchenfarben sein. Die andern Kinder hatten blaue und grüne Schwimmnudeln.

Und Angst? Fehlanzeige. Sie hat sich gleich getraut, voll einzusteigen und hatte eine Mordsgaudi im Hallenbad.

Im September ist „unser“ Fortgeschrittenenkurs, da dürfen dann beide Kinder mitmachen, weil rein zufällig am Freitag zur gleichen Uhrzeit zwei Schwimmkurse stattfinden. Und dass beide Kinder im gleichen Kurs nicht funktioniert, das wissen wir ja spätestens seit dem Vorschulturnen, wo sie die komplette Turngruppe aufgemischt hatten.

Heute gehts weiter, der Anfängerkurs ist immer Freitags und Samstags, und sie hat jetzt noch siebzehn Unterrichtseinheiten vor sich.

 

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