Mama, wo komm´ ich eigentlich her?

Derzeit ist bei uns wieder mal folgende Frage aktuell: „Mamaa, wo kommen eigentlich die Kinder her?“

Wir haben ein lustiges Buch, welches kindgerecht Aufklärungsarbeit leistet. Töchterchen bittet mich von Zeit zu Zeit, ihr daraus vorzulesen. Am Anfang war es irgendwie seltsam, mit dem eigenen Kind über ein solches Thema zu sprechen, auch wenn es natürlich ernst und in meinen Augen enorm wichtig ist, sie vorsichtig und kindgerecht an das Thema Aufklärung heran zu führen. Deshalb finde ich das Buch gut, weil es die Dinge beim Namen nennt, ohne Märchen, Bienchen oder Blümchen.

Vielleicht ist diese Einstellung naiv, doch meines Erachtens hilft eine frühe Aufklärung auch dabei, sexuellem Missbrauch vorzubeugen, da man Kindern auf diese Weise auch gleich mitgeben kann: Guck, so werden Kinder gemacht, und das ist nur was für Erwachsene, nichts für Kinder. Egal, was vielleicht jemand anderes zu dir sagt.

Jedenfalls las ich dem Töchterchen wieder einmal aus dem oben genannten Buch vor, als sie grinste und mich unvermittelt fragte: „Gell Mama, du und Papa, ihr macht das auch.“
Ganz kurz war ich überrumpelt, doch ich fing mich schnell wieder und antwortete ihr wahrheitsgemäß. Warum denn auch nicht.

Ich glaube, jetzt wird bald die Frage kommen, warum sie eigentlich immer noch kein kleines Geschwisterchen hat. Tja. Dann erreichen wir wohl das nächste Aufklärungs-Level.

Wie es scheint ist der gleichaltrige Nachbarssohn – dieses Früchtchen! –  auch sehr neugierig was das Thema angeht; was mir das Töchterchen nach ihrem letzten Besuch dort erzählte, ließ mir die Haare zu Berge stehen. Diesbezüglich werde ich in den nächsten Tagen ein Gespräch mit dessen Mutter führen.

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8 Gedanken zu “Mama, wo komm´ ich eigentlich her?

  1. Das erinnert mich daran, was ich offenbar als sechsjährige lauthals in einem Restaurant gefragt haben soll: Mami, was man machen muss, damit man Kinder kriegt, weiss ich jetzt. Aber was muss man machen, damit man keine kriegt?

  2. Wie du weißt stamme ich aus einer japanischen Familie, mit entsprechender Tradition. Und auch, wenn ich meist nur von meinem Papa schreibe, war und ist meine Mutter sehr wichtig für mich. Sie hat mich auf ihre sanfte Art aufgeklärt. Nur wirklich interessiert hat es mich nicht. Es war eine Information, die ich zur Kenntnis nahm, für die Schule brauchte und gut. Ich habe ja nichts mit Mann. Im Gegenteil empfand ich es als ungerecht, dass nur Männer Kinder zeugen können. Daran erinnere ich mich gut.

    Trotzdem mag ich Kinder sehr und ihre oft so unkomplizierte Neugier und Offenheit, all die tausend kleinen Fragen.

  3. Ich beantworte die Fragen meiner 3jährigen auch wahrheitsgemäß. Wir sind erst in der Phase „wie kommen die Baby aus dem Bauch raus?“ Das weiß sie jetzt auch, nachdem sie mich während meiner Schwangerschaft fragte „Klappt man deinen Bauch auf, um das Baby rauszuholen?“ (Weil wir Klapp-Bücher zum Thema Schwangerschaft angeschaut hatten)

  4. Ich hatte lange beschlossen, meine Kinder nie anzulügen. Als die große 3 war, wir von einem Urlaub heimfuhren ging es los.. Ich war schon auf Mallorca, aber da war ich noch ein Baby. Ja. Und als ihr noch auf den Philippinen gelebt hab, da war ich in mama’s bauch. ja. Aber wo war ich, als ihr auf Hawaii wart? Oerm.. „da warst du noch nicht zusammengebaut“
    hat dann gepasst 😉
    Die kleine kleine (da war sie 4) hat eher so philiosophische anwandlungen „Manchmal frage ich mich, warum es uns gibt.“ Die große „Weil mama und papa uns gezeugt haben“. die kleine „ja, aber warum gibt es uns menschen überhaupt?“

    1. Ja, diese Frage „warum gibt es uns Menschen?“ kenn ich auch. und „mamaa, wann wurde der erste Mensch geboren?“ ist auch ein klassiker. und dann versuch mal, einem fünfjährigen naseweis evolution zu erklären. 😉

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