Mama, die Zahnfee.

Das Töchterchen hat schon seit Wochen vier Wackelzähne. Das heißt, eigentlich waren es vier, seit gestern sind es nämlich nur noch drei. Sie konnte einfach nicht abwarten, dass endlich die Zahnfee [!] zu ihr kommt und eine Münze unters Kopfkissen legt. Deshalb nahm sie, während ich mein Nachmittags-Nickerchen machte, eine Pinzette zur Hand und rupfte beherzt den lockersten Zahn heraus. Packte ihn sogleich in ihre Milchzahn-Dose und zeigte ihn mir. Dann wanderte das Döschen samt Milchzahn unters Kopfkissen. Weil sonst findet ihn die Zahnfee ja nicht. 🙂

Das lief gestern also folgendermaßen ab:

„Juhu juhu endlich kommt die Zahnfee!“ Töchterchen singt und tänzelt freudestrahlend durch die Wohnung.  Schließlich wendet sie sich an mich. „Aber Mama, wenn du mir eine Münze unters Kopfkissen legst, lässt du den Zahn bitte in der Dose, weil ich will ihn morgen den anderen Kindern im Kindergarten zeigen.“

Zum Thema Zahnfee: Manchmal finde ich es ja ganz putzig, wenn Kinder sich auf Zahnfee, Nikolaus und Osterhase freuen. Ich kann auch die Eltern verstehen, welche ihren Kindern diesen „Zauber“ nicht nehmen wollen und gerade zu Weihnachten einen Mords-Aufwand betreiben. Ich selbst kann damit allerdings null komma nichts anfangen, ich habe eine Abneigung gegen Kindheitsmärchen jeglicher Art. Bis zu einem gewissen Grad spiele ich bei meinen Kindern dieses Spiel natürlich trotzdem mit, ihnen zuliebe, auch wenn sie ganz genau wissen, dass keine dieser Figuren real existiert.

 

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