Was war.

Dann reihe ich mich mal ein in die 2013-Resümee-Zieher.

Es war ein bewegtes Jahr. Im Februar begann ich nach fast dreijähriger [selbst auferlegter Zwangs-] Pause, wieder zu arbeiten. Erst vorsichtig, zehn Stunden pro Woche, um herauszufinden ob ich dem Druck im Arbeitsalltag überhaupt wieder standhalten kann. Jetzt arbeite ich seit Oktober „halbnachts“ sprich jede Nacht  vier Stunden, und ich fühle mich gut dabei, auch wenn es ziemlich anstrengend ist.

Fast zeitgleich  gab es sozusagen den Startschuss für „Cake Art by Michi“. Eher zufällig kam immer wieder ein neues Tortenprojekt hinzu, und wenn es so bleibt oder gar mehr wird, muss ich meine Beschäftigungssituation tatsächlich nochmals überdenken und ggf. neu sortieren.

Dann hat sich im Frühjahr nach mehreren Besuchen bei Psychologen und Ärzten und etlichen ausgefüllten Fragebögen und Anträgen endlich herauskristallisiert, warum mein Sohn so anders ist als so viele Gleichaltrige. Dass es nicht an mir liegt oder daran, dass unsere letzten Jahre so turbulent waren, sondern an einer Fehlfunktion seines Hirnstoffwechsels. Seither ist es ein großes Thema in unserem Familienalltag, und natürlich gibt es auch regelmäßig Zoff deswegen. Auch wenn es irgendwie eine Erleichterung war, zu erfahren, dass es nicht meine Schuld ist, dass mein Sohn so ist wie er ist.

Wir haben es geschafft, für ihn einen Platz an einer Erziehungshilfe-Schule zu ergattern. Dies nahm gefühlt eine tonnenschwere Last von meinen Schultern. Und es war definitiv eine meiner besten Entscheidungen in den letzten Jahren.

Mit dem Töchterchen hab ich mich auch arrangiert. Es tut ihr gut, dass sie Mama [und auch Papa] regelmäßig ein, zwei Stunden für sich allein hat. Nachdem sich zwangsweise über einen so langen Zeitraum viel mehr um ihren Bruder gedreht hat, blüht sie jetzt regelrecht auf.

Außerdem – weniger erfreulich – gab es im Frühjahr einen großen Knall zwischen einer Nachbarin und mir. Ich muss sagen, einerseits natürlich frustrierend, weil es das Wohnen hier nicht unbedingt angenehmer macht – im Gegenteil. Andererseits bin ich froh, dass ich seit diesem Tag endlich weiß, woran ich bei dieser sehr speziellen Nachbarin bin.

Mein Blog musste letzes Jahr einiges aushalten. Da gab es viel und noch mehr, was einfach raus musste, und mein Notebook ist mindestens genauso geduldig wie ein Blatt Papier. Ich konnte immer schon besser Schreiben als Reden, auch wenn ich bezüglich Letzterem sehr viel dazugelernt habe.

Jetzt hätt ichs fast vergessen: 2013 bekam ich – acht Jahre nach meiner Meisterprüfung – endlich meinen Meisterbrief ausgehändigt. Nun darf ich mich tatsächlich hochoffiziell Konditormeisterin schimpfen.

Was bleibt noch zu sagen? Ich wünsche mir für 2014 nichts sehnlicher, als das nächste Jahres-Resümee in unserer neuen Wohnung zu tippen.

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