Michi und die Hühner.

Eines Tages hatte Klein-Michi die Idee, dass es sicher ziemlich cool sein würde, Hühner zu haben. Doch woher nehmen wenn nicht stehlen? Also nahm sie zwei Eier aus dem Kühlschrank [manchmal ist ja ´ne Keimscheibe drin] und legte sie schön eingewickelt auf die Heizung. Natürlich hatte sie keine Ahnung, wie das mit dem Ausbrüten wirklich funktioniert, aber hey, ´nen Versuch wars allemal wert und mehr als schief gehen konnte es schließlich nicht.

Nach wenigen Tagen waren die Eier plötzlich verschwunden. Nachforschungen ergaben, dass ihr Vater der Eierdieb sein musste. Darauf angesprochen antwortete er, das mit dem Ausbrüten könnte so gar nicht funktionieren, und wenn sie verspräche, sich gut um die Tiere zu kümmern, würde er ihr zwei Hühner beschaffen. So richtig echte, lebendige Hühnertiere.

Er hielt tatsächlich sein Versprechen und kam einige Zeit später mit zwei jungen Hühnern an. Ein Bekannter betrieb damals eine Hobby-Hühnerzucht und ihm hatte er zwei schwarze Zwerghühner abgekauft, mit wunderschön grünlich schimmerndem Gefieder. Sie waren zwar noch jung und optisch kaum voneinander zu unterscheiden, trotzdem viel schöner als die zerrupften dreckigen Tiere, welche sie von anderen Hühnerhöfen kannte. Vater erklärte: „Sie sind ein Hahn und eine Henne. Sie sind noch nicht ausgewachsen, deshalb sieht man den Unterschied noch nicht so gut. Das wird sich noch ändern.“

Klein-Michi freute sich ein sprichwörtliches Loch in den Bauch. Der Hahn sah noch ein bisschen mickrig aus, die Henne war noch zu jung um Eier zu legen, und doch: Sie war unendlich glücklich. Denn nun hatte sie zwei Hühner, welche sie Mäxchen und Susi taufte. Die Hühner würden im Garten leben, doch natürlich konnte man sie nicht einfach frei herumlaufen lassen. Zu nah am Wald, wo Füchse, Marder und Greifvögel lebten und auf Beutejagd waren. Daher musste ein Gehege her. Ein engmaschiges Netz aus Kunstfaser wurde es dann, welches zwischen dem Zaun welcher das benachbarte Grundstück vom eigenen trennte, dem Hühnerhaus und dem Birnbaum gespannt werden sollte. Zuerst blieb das Gehege oben offen, doch nachdem die Hühner mehrmals ausgebüxt waren, deckte man es dann doch lieber ab. Denn dort wo Hühner ausbüxen können, können genauso einfach Fressfeinde eindringen.

[Fortsetzung folgt]

Advertisements

2 Gedanken zu “Michi und die Hühner.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s