Gesiezt.

Ich bin jetzt kurz vor Mitte Dreißig. Ein Alter, bei dem man sich durchaus daran gewöhnt haben kann, gesiezt zu werden und im Grunde genommen habe ich das auch. Im Alltag „draußen“ gehe ich mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass man mich siezt. Anders sieht es an meiner Arbeitsstelle aus. Dort ist man normalerweise per du, und deshalb siezen mich genau zwei Personen: Mein Chef und die Personalverwalterin. Selbst der ambitionierte ehemalige Backstubenleiter duzte mich vom ersten Tag an. Ich ihn nicht, aber der Backstubenleiter ist ja nicht irgendjemand.

Zumindest war es bis gestern so.

Nämlich hatte ich einen einstündigen Gastauftritt in der Konditorei. [YAY!] Und dort wurde ich von einem – so vermute ich zumindest – anderen Meister nach dem „Du“ gefragt, und eine weitere Konditorin, nach dem Alter zu urteilen Azubi im dritten Lehrjahr oder Gesellin, siezte mich sogar.

DAS war verstörend.

 

 

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