Experimentelles Backen: Lebkuchen mit Lagerteig.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich letztes Weihnachten zum ersten Mal Lebkuchen mit Lagerteig gemacht habe. Mir gefiel die Idee, gemeinsam mit den Kindern die Lebkuchen zuerst auszustechen und dann, wenn sie gebacken sind, mit Fondant und Zuckerperlen zu dekorieren.

Das brauchst du & so gehts:

Für den Lagerteig

1000 g Mehl [Weizen, Roggen, Dinkel, je nach Gusto. Roggen verbessert die Frischhaltung, Geschmacklich ist jedoch Dinkel mein persönlicher Favorit. Klassisch kenne ich es als Weizen-Roggen-Mischung]

1000 g Honig

Den Honig erwärmen [maximal 40 °C] und gründlich mit dem Mehl verkneten. Mindestens zwei Wochen lang kühl und zugedeckt ruhen lassen, längstens drei Monate.

Da der Teig sehr fest ist, kann man ihn zur leichteren Weiterverarbeitung hacken und bei ca. 50°C im Ofen erwärmen.

Für den Gewürzteig

4 EL Lebkuchengewürz [ich habe hier um die Hälfte reduziert, mir schmecken überwürzte Lebkuchen nicht]

3 EL Milch

1 EL Hirschhornsalz

1 TL Pottasche

Hirschhornsalz sowie Pottasche unbedingt [!] separat jeweils in etwas Milch auflösen und nacheinander gemeinsam mit dem Lebkuchengewürz dem Lagerteig beigeben. Alles gut miteinander  verkneten und den Teig nach Wunsch verarbeiten. Nicht zu dünn ausrollen [ca. 3-5 mm] und dann ausschneiden oder ausstechen. Bei 190 – 200 °C je  nach Größe und Stärke 10 bis 20 min backen, bis die Lebkuchen leicht gebräunt sind. Sicherheitshalber eine Backprobe machen, bevor man den gesamten Teig verarbeitet. Wenn der Lebkuchen schön gleichmäßig aufgeht, ohne dabei breitzulaufen oder in sich zusammen zu fallen, ist die richtige Lockerung erreicht.

Für die Deko: Fondant, Lebemsmittelfarbe, Nonpareilles, Zuckerperlen / -plättchen  und dergleichen in verschiedenen Variationen.
Für die Deko: Fondant [gerne auch den Fertigen aus dem Supermarkt], Lebensmittelfarbe, Nonpareilles, Zuckerperlen / -plättchen, Schokolinsen und dergleichen in verschiedenen Variationen.
Fondant mit verschiedenen Lebensmittelfarben einfärben, mittels Messer auf die abgekühlten Lebkuchen aufstreichen, kleinere Gebäckstücke kann man tunken.

Zum Schluss wild drauflosdekorieren.

Sohnemannns Lebkuchenstern, welchen er mit viel Liebe dekoriert hat.
Sohnemannns Lebkuchenstern, welchen er mit viel Liebe dekoriert hat.
Töchterchens Lebkuchen-Christbaum. Mit viel Liebe zum Detail hat sie akkurat jede Zuckerperle einzeln aufgelegt. Von wem sie das nur hat... oÔ
Töchterchens Lebkuchen-Christbaum. Mit viel Liebe zum Detail hat sie akkurat jede Zuckerperle einzeln aufgelegt. Von wem sie das nur hat… oÔ

 

Auch die kleinen Lebkuchen-Ausstecherle hat das Töchterchen liebevoll dekoriert. :)
Auch die kleinen Lebkuchen-Ausstecherle hat das Töchterchen liebevoll dekoriert. 🙂

Fazit:

Der Teig ist, wie oben bereits erwähnt, sehr hart und es ist wirklich mühsam, den Lagerteig mit den Triebmitteln und dem Gewürz zu vermengen. Aber als ich es dann vollbracht hatte, ging die weitere Verarbeitung überraschend leicht von der Hand. Zwar ist der Teig ziemlich klebrig und irgendwie so ganz anders als alles andere, was ich davor an Teigen verarbeitet hatte; jedoch hat sich die Mühe gelohnt, und die Kinder hatten natürlich eine Riesenfreude damit. Erstens beim Dekorieren und zweitens – natürlich – beim Verschenken. Der Stern und der Christbaum waren nämlich Geschenke für Oma & Opa. Und wir alle wissen, wie gern Kinder ihren gemochten Menschen Geschenke machen. Und geschmacklich sind diese Lebkuchen natürlich auch nicht mit den handelsüblichen Lebkuchen zu vergleichen. Ich habe allerdings den Gewürzanteil um die Hälfte reduziert, weil mir diese überwürzten Lebkuchen wiederum überhaupt nicht schmecken.

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