Pendlers Grauen oder Wieso die Indianer leiden

Einfach genial. 🙂

Gminggmangg

(Der folgende Text erschien als Blogpost im Blog der Schweizerischen Bundesbahnen.)

Menschen, die sich mehrmals wöchentlich eines öffentlichen Verkehrsmittels bedienen, um damit an ihren Arbeitsort zu gelangen, werden gemeinhin als Pendler bezeichnet. Unter Pendlern, die den Arbeitsweg, wenn auch nur streckenweise, teilen, in der Regeln zu Stosszeiten, bildet sich gezwungenermassen eine fragile, störungsanfällige Zweckgemeinschaft mit stillem Einvernehmen und ungeschriebenen Gesetzen:

Begrüssung

Es besteht kein Grussobligatorium, diesbezüglicher Minimalismus ist mindestens geduldet, eher erwünscht. Grunzen, brummen, Mundwinkelzuckungen oder kaum merkliches Kopfnicken, es geniessen alle minimalistischen Grussarten grosse soziale Akzeptanz.

Lieblingsplätze

Man respektiert des anderen Platzvorlieben, wenn es doch zu Duellen um besonders beliebte Sitzplätze kommt, werden sie gesittet, fair, geräusch- und ellenbogenlos ausgetragen.

Hauptfrage

Wird ein Platz in einem teilbelegten Abteil angestrebt, werden die bereits sitzenden Personen um Erlaubnis gebeten. Hier ist der Spielraum bezüglich Variationen potenzieller Fragestellungen stark begrenzt. Angesehen und als angemessen erachtet ist eigentlich nur: «Entschuldigung, ist hier/da/der noch…

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