Kinderzentrum und wie ichs leiden kann…

…wenn unvorhergesehende Ereignisse meine sorgfältig ausgearbeiteten Pläne durchkreuzen.

Aber zum Glück wars „nur“ eine defekte Zündspule im Auto, die meinen heutigen sowie den morgigen Tagesplan zunichte gemacht hat. So hielten sich ausnahmsweise wenigstens die Werkstattkosten mal im Rahmen.

Und – immerhin – ins Kinderzentrum hat die Karre uns noch gebracht. Und zum Rofu, um Sohnemanns versprochenes Auto zu kaufen [weil er soooo tapfer war bei der heutigen Blutabnahme. Nur ein einziges Tränchen hat er vergossen], aber danach war Ende Gelände. Motor fing an zu stottern und drohte, im Standgas abzusaufen.

Die Motorwarnleuchte ist gestern das erste Mal angegangen, und ich glaube das kurze Stück Autobahn hat ihm dann endgültg den Rest gegeben. Nie wieder Fiat. Und ebenfalls nie wieder eines der ersten Autos einer neuen Baureihe.

Mit Zahnarzttermin in KA war heute Nachmittag dementsprechend auch erst mal Pustekuchen. Aber dank des beherzten Handelns von Chris, Papa sowie Opa meiner Kinder wurde, trotz Ansätzen die ebendies befürchten ließen, der Tag doch nicht zur vollendeten Katastrophe.

Im Kinderzentrum allerdings wars ganz interessant. Der behandelnde Psychologe muss eines der Urgesteine sein in der Diagnostik & Behandlung von ADHS-Kindern. Er erklärte uns genauestens die Wirkweise von Methylphenidat im Hirn des Kindes und konnte so zumindest den größten Teil der verbliebenen Zweifel aus dem Weg räumen.

Blutabnahme lief so lala, Sohnemann war nicht wirklich angetan von der Aussicht, nochmal gepiekst zu werden, und brauchte viel gutes Zureden und, naja, ich nenn es mal „sanfte“ Gewalt. Ohne Blutwerte kein Rezept :/

Heute wurde außerdem ein EKG gemacht, mit seinem Herzchen ist alles in bester Ordnung, und auch ansonsten ist er quietschfidel.

Dieser Psychologe machte noch ein paar Assoziationstests mit Sohnemann; auch bei diesen Tests schnitt er sehr gut ab, und Dr. K. gab uns noch etwas mit auf den Weg. Es ist für mich jetzt nicht wirklich eine neue Information, weil es ebenfalls [wie das mit den kleinen Klassen] etwas ist, was ich schon sehr lange weiß, aber irgendwie von allen anderen damit nicht so recht für voll genommen wurde. Weil-ich-eben-verflixt-nochmal-kein-Fachmann-bin.

Sohnemann kann sehr gut sein Potential entfalten wenn er mit einem Erwachsenen „unter vier Augen“ arbeitet. Mit viel Aufmerksamkeit und Lob bzw. Bestätigung zeigt er, was er kann. Unter weniger ich sage mal „sicheren“ Bedingungen [sprich mit anderen Kindern, mit weniger Anleitung und weniger positiver Bestätigung,  von einer Umgebung die ihn optisch oder akustisch ablenkt will ich mal gar nicht anfangen] bringt er allerdings nur einen Bruchteil dessen zustande, was er eigentlich „theoretisch“ könnte.

Ich glaube, so etwas fällt unter die Kategorie „potenzieller Underachiever“. Denn in keiner mir bekannten Schule arbeitet ein Lehrer mit einem Schüler unter vier Augen.

Das Rezept habe ich immerhin bekommen, vorhin auf dem Weg zur Werkstatt ging ich kurz bei der Apotheke vorbei, das Medikament kann ich allerdings erst morgen Mittag abholen, da man es erst bestellen musste. So können wir mit der Behandlung nicht wie gehofft morgen, sondern erst übermorgen beginnen.

Das Medikament wird erst ganz gering dosiert, anfangs im Dreitagesrhythmus und später nach sieben Tagen erhöht, so lange bis eine spürbare Besserung eintritt, und dann soll ich den Arzt erneut kontaktieren. Und natürlich immer den Sohnemann  genau beobachten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s