Archiv für den Monat Februar 2013

Experimentelles Backen oder: Börger mal lecker.

Lieblingsmensch hatte kürzlich die Idee, man könnte ja mal Hamburger selber machen. So richtig, mit Buns selbst herstellen und Patties selbermachen und so. Gesagt, getan. Hier das Rezept [gefunden bei chefkoch.de und leicht abgewandelt]:

Zutaten für 8 Buns:

435 g Weizenmehl

170 ml Wasser

20 g Frischhefe

40 ml Pflanzenöl

1 Ei

20 g Zucker

1 TL Salz

Zum Bestreichen & Bestreuen:

1 Eiklar verquirlt mit 1 EL Wasser

Sesam

Herstellung: 

Aus Wasser, Hefe, etwas Zucker und einem Teil des Mehls einen zähen Vorteig herstellen und an einem warmen Ort ruhen lassen, bis sich Bläschen gebildet haben.

Den Vorteig mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und nochmals ruhen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

Nochmals zusammenkneten [dann wird die Krume feinporiger] und in acht gleichgroße Stücke teilen. Rundwirken [die Oberfläche sollte glatt sein, da der Teig sonst beim Backen reißt], auf Blech setzen, mit Eiklar bestreichen, Sesam aufstreuen und nochmals kurz hochgehen lassen.

Bei 210 °C ca. 15 Minuten backen, bis die Oberfläche eine schöne gleichmäßige Braunfärbung aufweist. Ich schütte immer ein bisschen Wasser auf den Boden des Backrohrs, da durch den Wasserdampf die Gebäckhaut länger flexibel bleibt und das Gebäck mehr Zeit hat, Volumen zu bekommen.

Pro Burger etwa 80 bis 100 g Rinderhack mit etwas Salz und Pfeffer würzen, zwischen zwei Alufolien plätten und braten. Nach Gusto belegen.

Fazit: Sehr lecker! Ich mag Burger eigentlich gar nicht so, zumindest nicht den Junkfoodschweinfraß bei Mägges & Co. Und das Loniekind hat bis zum heutigen Tage, also genauer gesagt bis vorhin, noch keinen einzigen Burger aufgegessen. Normalerweise bleiben die nach einem bis maximal zwei Bissen auf dem Teller liegen. Aber dieser Burger schmeckte ihr, und Léon, und mir auch. Chris war auch begeistert, und auch wenns ein ziemlich großer Aufwand ist, lohnen tuts sich allemal. *omnomnom*

Das Rezept für die Buns ist angeblich ein „Originalrezept aus den USA“. Bei diesen Originalrezepten bin ich immer etwas skeptisch, aber die Buns waren absolut lecker-fluffig, supersoft, eben so wie sie sein sollen. Daumen hoch!

buns2

buns3

omnomnom

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Fragen die die Welt bewegen.

Vorhin im Auto dachte ich, ich hör nich recht. Das Loniekind. Fragt die mich doch allen Ernstes [wie hat sie das gleich formuliert? *grübel*]…

„Wie kann ein Mensch geboren werden wenn es vorher keine Menschen gab?“

Und schon sind wir bei einem der grundlegenden Themen, welches die Menschheit entzweit wie kaum ein anderes.

Eben stellte sich heraus, dass beide Kinder sich brennend dafür interessieren, wie es kam dass es irgendwann plötzlich Menschen gab.

Habe mir ein wenig Bedenkzeit erbeten, weil das doch ein recht komplexes Thema ist, und ich es so erklären möchte dass die Kinder es zumindest größtenteils verstehen.

Kinderkriegen und so.

Eigentlich wollte ich auf dieses Thema nicht weiter eingehen, schon gar nicht in meinem Blog, aber seit gestern liegt mir etwas dieses Thema betreffend auf der Seele.

Immer mal wieder lese ich von jungen Müttern. Im Grunde genommen ist es ja jederfraus höchst persönliche Sache, ob sie mit 16, mit 20 oder erst mit 30 Mutter werden möchte.

Ich für meinen Teil hatte so bis ich 26 war für mich das Kinder-in-diese-Welt-setzen [aus triftigen persönlichen Gründen] grundsätzlich ausgeschlossen. Bis dahin hatte ich eine abgeschlossene Ausbildung, einiges an Berufserfahrung und [zumindest glaubte ich das damals] etwas Lebenserfahrung gesammelt.

Mit 26 wurde ich schwanger, nicht so ganz geplant. Böse gesagt, zu blöd zum Verhüten, aber für mich kam Abtreibung nicht in Frage.

Die ganzen anderen Probleme mit denen ich mich damals herumschlug werde ich hier nicht ausbreiten, doch es waren genügend um mich an den Punkt zu bringen, an welchem ich mich jetzt befinde.

Anfangs habe ich die Sache mit den Kindern, zugegeben, nicht ernst genug genommen. Böse gesagt war ich selbst mit 27, als mein Sohn geboren wurde, noch nicht wirklich reif für ein Kind. Oder hatte die falsche Einstellung, was weiß denn ich.

Dafür glaube ich, spielt mir mein schlechtes Gewissen diesbezüglich regelmäßig einen Streich, und ich nehme das ganze heute ein kleinwenig ZU ernst.

Allerdings weiß ich aus höchst schmerzhafter eigener Erfahrung, was eine Mutter ihren Kindern antut, wenn sie keine Ahnung hat was man Kindern so beibringen muss, bis sie aus dem Haus sind.

Meine eigene Mutter höre ich öfters sagen, sie wusste dies nicht, sie wusste das nicht, und ja, ich weiß auch dass Vorwürfe niemanden weiter bringen. Das Kind ist in den Brunnen gefallen, und nun muss es schauen wie es da selbst wieder rauskommt. Aber ich habe sie daraufhin mal gefragt, ob sie eigentlich ÜBERHAUPT IRGENDWAS wusste, damals, als sie mit 22 meinen Vater [mit zwei kleinen Söhnen] geheiratet hat. Sie meinte nur, ja, dass ich unbedingt Kinder möchte.

Ja, stimmt, irgendwie sind wir groß geworden. Es ist keins von uns auf der Strecke geblieben, irgendwie hat jeder seinen Weg gemacht, jeder auf seine Weise.

Dennoch bekomme ich einen Prass wenn ich lese, was so manche „Mutter“ so von sich gibt.

Manchmal… [oder der ganz normale Wahnsinn]

…aber nur manchmal glaube ich, ich mache alles falsch. Derzeit ists wieder mal recht anstrengend mit den Kiddies, speziell der Große weigert sich konsequent, Regeln einzuhalten. Und seine kleine Schwester guckt sich das natürlich ab, so wie es halt ist mit kleinen Geschwistern.

Wobi ich mir manchmal nicht ganz sicher bin, aus welchem Grund er so starrsinnig ist. Grundsätzlich weigere ich mich, Kindern in diesem Alter Boshaftigkeit zu unterstellen. Was sie tun ist nämlich nur eines: Lernen. Sie lernen, wie Menschen miteinander umgehen, erfahren welche Strategien sie zum Ziel führen und welche dazu führen, dass sie einen Anschiss kassieren.

Vor längerer Zeit stellte der [mittlerweile leider nicht mehr hier ansässige] Kinder- und Jugendpsychotherapeut die Vermutung in den Raum, der Sohnemann habe ADHS. Ich für meinen Teil weigerte mich damals strikt, dies auch nur in Betracht zu ziehen, und schob seine Wutanfälle sowie seine Unfähigkeit, sich in bestehende Gruppen einzufügen und sich an Regeln zu halten, auf seine Vorgeschichte, die nicht ganz ideal verlaufen ist.

Doch seit Dezember hat sich die Situation zugespitzt, und ich habe mich schweren Herzens dazu durchgerungen, doch einen Termin bei der hiesigen Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie auszumachen. Einfach nur um sicher zu gehen.

Dieses Jahr wird der Sohnemann eingeschult, und ich habe mir schon von einigen anderen Müttern sagen lassen, dass vielen Kindern das Vorschuljahr schon ziemlich zu schaffen macht. Irgendwie logisch, eine große Veränderung steht an, man ist erstens ein „großes“ Kindergartenkind und zweitens weiß man ja als Kind nicht, was einen in der Schule so erwartet. Sprich, die Unsicherheit macht sich bemerkbar.

Dazu kommt, dass das Thema „Mama geht wieder arbeiten“ auch seit Dezember aktuell ist, und seit heute weiß ich es sicher, ab Ende Februar gehe ich tatsächlich wieder arbeiten.

Mit „Mama geht arbeiten“  verbindet der Große aus früherer Kindheit nicht unbedingt Gutes, daher kann ich mir vorstellen, dass sein Verhalten auch damit zusammenhängt.

Der erste Termin [Arzt] ist im März, der zweite im April [Psychologe] nun bleibt abzuwarten was dabei rauskommt, und vor allem: Durchhalten.

Progress.

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[Klick aufs Bild für groß]

Soooo… nun sitz ich schon ewig dran, und bin – natürlich – noch nicht damit zufrieden. Das soll nicht heißen, dass es mir nicht gefällt. Ich mag es, sehr sogar. Es macht auch großen Spaß. =) Nur, irgendwie find ich, dass die schwarzen Outlines an vielen Stellen einfach shice aussehen. Deshalb müssen sie weg.

Okay, zugegeben, mir ist ein Anfängerfehler unterlaufen. „Eigentlich“ wollte ich ja auf einer zweiten Ebene colorieren, eben wegen den Outlines. So dick und so aufdringlich, und überhaupt. So muss ich es eben umständlich wegretuschieren.

Aber, obwohl noch ausbaufähig, Licht und Schatten sehen schon mal ganz gut aus.

Kinderfasching.

Meh. Sagte ich schon mal dass ich… ach, vergesst es.

Wir waren gestern beim Kinderfasching. Das Loniekind war Prinzessin [Mamaa *nörgel* das Hexenkostüm kratzt mich und das Prinzessinkostüm kratzt mich auuuuuuch!drölf] und der Sohnemann war Optimus Prime [boa is der Kerl gewachsen :-O].

War eine eher spontane Sache, dennoch oder vielleicht gerade deshalb waren die Kinder überraschend kultiviert, naja, vielleicht lag es auch nur daran dass ich sie einfach von der Leine ließ und mir dachte „wird schon keins verloren gehen“.

War dann auch tatsächlich so, ich konnte beide Kinder nach dem Fest wieder mit nach Hause nehmen. Die waren platt, haben sich total verausgabt.

Was gab es alles, einen Clown [Mama! Der kann zaubern!] der konnte sogar Luftballontiere machen, wo sich dann der Sohnemann zuerst ein Schwert anfertigen ließ [welches die erste Stunde nicht überlebt hat] und das Loniekind holte sich, na, wer kommt drauf? Richtig, ein Pferdchen bei ihm ab.

Weiters gab es eine Malecke, einen Schminktisch und natürlich [mal mehr mal weniger fürchterliche aber immer viel zu laute] Musik, Tanzen, Bonbons sowie Speis und Trank. Dieses Jahr gab es außerdem „Schlabber“, das war eigentlich gewöhnliche Götterspeise, in grün oder rot in kleinen Becherchen mit Minilöffelchen [total süß *.*]

Ich bin glücklich 1) dass ich es hinter mir hab und 2) dass die Kinder ihren Spaß hatten.

Banane-Nuss-Muffins.

Dieses Wochenende war wieder mal experimentelles Backen angesagt, und da ich zufällig noch ein paar Bananen hier rumliegen hatte, bot sich folgendes Rezept an:

1/2 Becher Weizen- oder Dinkelvollkornmehl

1/2 Becher Weizen- oder Dinkelmehl

2 TL Backpulver

1/4 Becher Rohrzucker

1 EL Erdnussbutter [Crunchy oder Creamy ist egal]

3 EL Margarine oder Butter, flüssig

1 große Banane, zerdrückt

1 Eiklar

80 ml fettarme Milch

Zubereitung:

Backofen auf 210 °C vorheizen. Den Boden von sechs Mulden einer 12er Muffinpfanne einfetten oder mit Papierförmchen auslegen.

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Rohrzucker zufügen und gut mischen.

Erdnussbutter, Margarine, Banane, Eiweiß und fettarme Milch gut vermengen. Die gesamte Bananenmischung zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Holzlöffel nur solange rühren, bis die Zutaten vermengt sind. Keinesfalls zu lange rühren, da die Muffins sonst hart und trocken werden!

Die Masse auf die vorbereiteten Förmchen verteilen und ca. 20 Minuten backen.

Fazit: Extremst lecker! Ich habe auf die oben angegebene Menge noch ein Päckchen Vanillezucker, eine Prise Zimt, eine Prise Salz und einen Hauch Zitronenabrieb zum Würzen sowie für den Biss eine Handvoll gehackte Mandeln hinzugefügt, weil ich so Zeug sonst immer recht fad find. Bin halt schleckig.

Owned.

Ein für alle Seiten recht anstrenender Tag neigt sich dem Ende zu, Lieblingsmensch und ich sind angespannt.

Er steht im Zimmer, tonlos: „Aufräumen.“

Kinder fangen erst mal an, aufzuräumen, nur beim Töchterchen regt sich der Widerstand.

„Aber warum müssen wir immer das machen, was ihr sagt?“

„Tochter, warum ist es nicht gut wenn man in der prallen Sonne zuviel rumrennt? Warum soll man keinen Spiritus ins Feuer gießen? Und was heißt es, wenn ein Pferd die Ohren zurücklegt? Warum kann man manche Kastanien essen und andere nicht? Ich möchte nur eine einzige richtige Antwort.“

Tochter, kleinlaut: „Ich weiß es nicht.“

„Siehste, und deshalb müsst ihr auf uns hören. Weil wir wollen, dass ihr gesund groß werdet und alles lernt, was ihr später wissen müsst.“