Es war einmal eines schönen Samstags im Kaufland….

Heute hatte ich ein seltsames Erlebnis. Das war irgendwie verstörend.

Gleich vorab: Ich geh eigentlich total ungern dorthin, wo viele andere Menschen sind. Einkaufen gehen kann ich meistens auch nicht leiden. Allerdings lässt sich beides – realistisch betrachtet – nicht wirklich vermeiden, daher versuche ich einfach damit klarzukommen.

Also war ich vorhin mit dem Töchterchen im Kaufland. Es war gegen Mittag, eine Uhrzeit zu der die Massen dort meist erträglich sind.

Ich lud also dies und das in den Wagen, [unter anderem eine „Hello Kitty“ und eine „Captain Sharky“ Backmischung, die mir das Loniekind aus den Rippen geleiert hat -.-] das Töchterchen ließ sich kutschieren: „Mir tun soooooo die Füße weh Mama!“ Als ich uns an nichts böses denkend in Richtung Reinigungs- und Hygieneartikel manövrierte, fiel mir auf dass die übliche Fahrstuhlmusik-Beschallung keine Fahrstuhlmusik war wie sonst, sondern sich vielmehr anhörte wie eine kaputte CD. Sprich, ein bis zwei Sekunden eines Liedes in Dauerschleife.

Wer kennt es nicht, eine CD zu oft angehört, irgendwann hat sie nen Hänger weil verkratzt oder sonstwas. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber es gibt Dinge, die mich innerhalb kürzester Zeit hochgradig aggressiv machen. Meine Kinder haben beide diese spezielle Ton-Frequenz drauf, die jeden einzelnen Nerv in mir in Schwingung bringt, und wenn eine CD hängt, dann passiert in etwa das gleiche.

Nachdem ich den essentiellen Teil, die Feuchttücher, endlich gefunden hatte, bugsierte ich uns schnellstmöglich zur nächstbesten Kasse. Die wenigen Minuten, die wir warten mussten, zoooooooooogen sich wie Kaugummi. Während mir zwischenzeitlich regelrecht die Nackenhaare zu berge standen, scannte die gute Frau an der Kasse meine Waren ein. Nachdem ich, extremst angenervt, meine Waren zurück im Wagen und eben bezahlt hatte, stellte sie mir die Frage aller Fragen: „War alles in Ordnung?“

Wisst ihr, normalerweise bin ich ein Mensch, der sich, egal wie grantig, Mühe gibt, zu der Frau/dem Mann an der Kasse freundlich zu sein. Sind ja auch nur Menschen und können nix dafür wenn die Scheiß-Fahrstuhlmusik-CD hängt oder mal ein Artikel der Lieblingsmarke gerade ausverkauft ist.

Allerdings war mein Zustand schon jenseits von „fähig zu jeglicher Höflichkeit“. Daher schaffte ich es nur mit Mühe, mir das „NEIN VERDAMMT DIE SCHEIß CD HÄNGT!“ zu verkneifen und statt dessen etwas in der Art herauszupressen: „Ja, alles bestens. Nein halt, die CD hängt.“ Sie hatte nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet, soviel verriet ihre Reaktion auf meinen Hinweis. In Gedanken hatte sie mich bereits abgehakt und war vermutlich schon beim nächsten Kunden. Jedenfalls fragte sie nach, was denn genau das Problem sei mit der Musik, ich versuchte es ihr begreiflich zu machen. Sie antwortete nur sie würde es weiterleiten, wasweißich ob sie das wirklich gemacht hat.

Was mich allerdings erschüttert hat, war die Heftigkeit meiner Reaktion. Ich wurde richtig aggressiv. Irgendwie schaffte ich es, das Loniekind und mich samt Einkäufen nach Hause zu schaffen  [fragt nicht wie] und danach musste ich echt erst mal runterkommen.

Hab mich danach noch für meinen doch recht ruppigen Umgang beim Töchterchen entschuldigt, nach einiger Zeit war dann auch sie wieder entspannt. Ebenso ich selbst, aber fragt nicht, gedauert hat das… alter Schwede, wie ich das Einkaufen hasse.

Nuja. Vielleicht höre ich ja kommende Woche was von meinem potenziellen neuen Arbeitgeber. Ich gehe einfach mal davon aus *hust*

Morgen werden erst mal Muffins gemacht. Aus „Das mach ich niemals-nimmer-nicht“-Backmischung. *schauder* Und natürlich dürfen die Kiddies mitmachen.

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