Die Sache mit dem Heiraten.[14.8.12]

Am Sonntag war ich bei der Geburtstagsfeier vom Vater meiner Kinder [von dem ich seit geraumer Zeit getrennt bin], gemeinsam mit den Kindern. Eine etwas betagte Dame die im selben Haus wohnt und irgendwie zur Familie gehört informierte mich zuvorkommenderweise über folgende Tatsache: „Wenn m´r so liebe Kenner hat, denn heiratet m´r.“

Ganz abgesehen davon, dass  in meinen Augen das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, bedankte ich mich selbstverständlich dennoch artig für den Ratschlag, wies sie jedoch darauf hin dass es in diesem Leben mit Sicherheit nicht mehr passieren würde.

Und nun zum Warum.

Weil ich finde, dass der Ehering einen regelrecht dazu verleitet, die Arbeit an sich selbst schleifen zu lassen. Damit meine ich jetzt keine Äußerlichkeiten. Ich spreche davon, dass man im zumindest im Idealfall weiterhin versuchen sollte, innerlich zu wachsen [was ja ein Prozess ist, der das gesamte Leben lang andauert] und immer bestrebt ist, ein „besserer“ Mensch zu werden. Nicht für jemand anderes, sondern zuerst für sich selbst.

Nun ist man mit Ehering ja bekanntlich „unter der Haube“. Und wie es im Alltag so ist, allerspätestens wenn Kinder da sind, geraten Dinge von scheinbar niedrigerer Priorität in den Hintergrund und man beginnt irgendwann, nebeneinander her zu leben. Ich glaube, man wird sich nur allzu leicht „seines Ehepartners zu sicher“.

Natürlich besteht zumindest hierzulande immer die Option der Scheidung. Aber es ist mit Kosten verbunden, mit unendlich viel Papierkram und nicht zuletzt das Trennungsjahr. Eine Beziehung ohne Trauschein ist eben doch viiiiel schneller und auch einfacher zu beenden als eine Ehe.

Ich war noch nie verheiratet. Das ist auch gut so. Daher kann ich natürlich nicht sagen, wie es sich „anfühlt“, verheiratet zu sein. Aber ich glaube, man kann generell sagen, dass Menschen eher dazu tendieren, weiterhin an sich zu arbeiten, wenn sie sich des Partners nicht allzu sicher sein können. Zumindest trifft es auf viele zu. Auf mich selbst übrigens auch.

Deshalb bin ich zumindest jetzt und auf absehbare Zeit erst mal bestrebt, im Interesse meiner Beziehung [egal ob diese oder eine spätere] eher von einer Heirat abzusehen.

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