Gedanken II. [16.4.12]

Dieses Hochgefühl ist so tief im Erinnerungsspeicher des Menschen verankert, dass er gar nicht anders kann, als das zu tun, wofür er von den Eltern „gestreichelt“ wurde; ich persönlich finde, man könnte es auch „positive Aufmerksamkeit“ nennen.

Okay… wenn ich mich selbst als Beispiel nehme, fällt mir auf, dass ich heute noch gerne zeichne, male, generell mit Farben experimentiere.

Es hat, so finde ich, etwas Beruhigendes an sich.

Als Kind habe ich auch sehr viel, gern und auch verglichen mit anderen in meinem Alter sehr gut zeichnen und malen können. Bis in die Berufsschule hinein gab es wenige, die mir an Kreativität, Ideenreichtum und Umsetzungsvermögen das Wasser reichen konnten.

Meine Mutter hat selbst sehr gern gemalt. So saßen wir oft zusammen in der Küche und haben gezeichnet, ausgeschnitten, gebastelt. In friedlicher Eintracht. Ich durfte später, als ich etwas älter war, sogar ihre heiligen „Faber Castell“ Buntstifte mitbenutzen.

So. Und nun das Gegenbeispiel.

Das einzige, was mein Vater und ich damals als ich Kind war gemeinsam hatten, war das Musizieren. Ich bekam sehr früh mein erstes Keyboard, und ich liebte es, darauf zu spielen, neue Lieder zu lernen und mich an meinen Fortschritten zu erfreuen.

Irgendwann zwischen meinem zehnten und zwölften Lebensjahr habe ich damit aufgehört. Im selben Zeitraum dürfte, so vermute ich, der vorerst „endgültige“ Bruch zwischen Paps und mir stattgefunden haben.

Seitdem habe ich nie wieder ein Keyboard angerührt.

Allerdings verriet mir meine Mutter vor wenigen Wochen, dass sie mich wohl damals derart vereinnahmt hat, dass mein Vater gar keine Chance hatte, irgendwie an mich heranzukommen.

Ich finde, das spricht für sich.

[Fortsetzung folgt]

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